Autokindersitz Test und Ratgeber

Wenn Nachwuchs ins Haus steht, müssen sich die werdenden Eltern um viele Dinge kümmern. Ein wichtiger Punkt dabei ist die Überlegung, wie die Kinder im Auto transportiert werden können. Dabei ist die Anschaffung eines guten Autokindersitzes unerlässlich. Zum einen erhöht der Kindersitz die Sicherheit der Kinder im Auto erheblich. Da das Gurtsystem des Fahrzeugs auf die Größe erwachsener Menschen ausgerichtet ist, kann dieses bei Kindern, die sehr viel kleiner sind, nicht richtig funktionieren. Mit einem Kindersitz wird dieses Problem behoben, um eine maximale Sicherheit zu gewährleisten. Außerdem ist die Verwendung eines Autokindersitzes gesetzlich vorgeschrieben und die Nichtbeachtung kann zu empfindlichen Strafen führen. Erfahren Sie in diesem Ratgeber, welche Arten von Kindersitzen es gibt, für welches Alter sie empfohlen werden und worauf man bei Kauf achten sollte. Außerdem wird über Tests der Kindersitze informiert und ein Überblick über Marken und Preise geliefert.


Welche Arten von Kindersitzen gibt es?

Wer einmal beim Fachhändler die Auswahl an Autokindersitzen betrachtet hat, wird festgestellt haben, dass es sehr vielfältige Möglichkeiten gibt. Die Kindersitze unterscheiden sich im grundlegenden Aufbau, der an verschiedene Altersgruppen angepasst ist und darüber hinaus in einigen Details, die die Sicherheit weiter erhöhen. Der Kindersitz für die kleinsten Passagiere wird Babyschale genannt. Diese ist speziell auf die Erfordernisse der ersten Lebensmonate ausgelegt. Das Baby kann darin liegend transportiert werden. Dies ist erforderlich, da die Kleinkinder in den ersten Lebensmonaten noch nicht selbständig sitzen können. Das darauffolgende Modell ist der rückwärtsgewandte Kindersitz, welcher Kindersitz mit Reboard-System genannt wird. In diesem sitzt das Kind entgegen der Fahrtrichtung. Dies hat den Grund, dass bei Kindern in den ersten Lebensjahren der Kopf im Verhältnis zur Nackenmuskulatur recht groß und schwer ist. Bei einem frontalen Aufprall wird der Kopf in einem vorwärtsgewandten Kindersitz nach vorne geschleudert, da die Nackenmuskulatur den Kopf nicht stark genug zurückhalten kann. Dies kann sehr ernsthafte Folgen haben. Da beim Reboard-System die Rückenlehne entgegen der Fahrtrichtung angebracht ist, stützt sie den Kopf in solch einem Fall ab, was einen erheblichen Sicherheitsgewinn mit sich bringt. Wenn die Kinder weiter wachsen, wird die Nackenmuskulatur stark genug, um den Kopf auch bei einem Unfall abzustützen, so dass Kinder ab etwa zweieinhalb Jahren in einem vorwärts gerichteten Kindersitz transportiert werden können. Mit zunehmender Größe wird schließlich kein kompletter Kindersitz mehr benötigt, sondern es genügt eine Sitzerhöhung, um eine optimale Sicherheit zu gewährleisten. Eine Alternative zu diesen vielen verschiedenen Kindersitzen ist ein sogenannter mitwachsender Kindersitz. Dieser Kindersitz ist so konstruiert, dass mit zunehmendem Alter des Kindes der Sitz mit wenigen Handgriffen umgebaut werden kann, so dass er immer optimal an die Größe des Kindes angepasst wird. Eine weitere Option ist ein Kindersitz mit einem Stützfuß. So wird der Sitz auf dem Fahrzeugboden abgestützt, um zu verhindern, dass er nach vorne kippen kann.

Unabhängig von der Art des Autokindersitzes ist es angebracht, sich vor dem Kauf eines neuen Kindersitzes anhand von diversen Tests und Testberichten über das jeweilige Modell zu informieren. Wo Sie Tests zu Kindersitzen finden und auf was Sie beim Kauf achten sollten, finden Sie in unserer Kaufberatung.


Wo findet man Tests zu Autokindersitzen?

Es gibt viele unabhängige Institutionen, die Autokindersitze prüfen. Die wichtigsten dabei sind die Stiftung Warentest und der ADAC. Diese beiden Organisationen führen regelmäßig umfangreiche und verlässliche Tests durch. Die Ergebnisse werden in den jeweiligen Zeitschriften veröffentlicht. Wenn man für die Testergebnisse nicht extra eine Zeitschrift kaufen will, ist es auch leicht möglich, die Testergebnisse im Internet zu finden. Sowohl der ADAC, als auch die Stiftung Warentest veröffentlichen auf ihren Webseiten die wichtigsten Ergebnisse der Tests.



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